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Vortrag Ernährung - Fettstoffwechsel- Immunsystem, Refernt Herr Ingo Krüger

15-jähriges Bestehen der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Chronische Schlafstörungen
Sonneberg- Neuhaus/Rwg.

FlyerVortrag


Herr Krüger kommt aus dem Norden Deutschlands und wir haben ihn 2015 auf der Jahrestagung des "Vereins für umweltbedingt Erkrankte", als Vortragsredner kennengelernt
Er ist ein belesener; neugieriger Mensch und ist genau wie wir als Selbsthilfemitglieder weder Arzt noch Wissenschaftler. Bescheiden nennt er sich Autodidakt. Er hat nichts erfunden - nein, aber er hat etwas gefunden: "Die Prostaglandin-Synthese". Etwas, das jeden Neugierigen offensteht, wenn er unter einer Stoffwechselerkrankung, Allergie oder Nahrungsmittelunverträglichkeit Ieitet.

Er wird in seinem Vortrag ausführlich über diesen Themenkomplex informieren. Während des Vortrags können themenbezogene Fragen gestellt werden. Zu persönlichen Fragen steht er nach dem Ende zurVerfügung.

Nutzen Sie bitte diese einmalige Gelegenheit und seien Sie unser Gast zum
I5. Geburtstag am 21 . Mai 2016 um 9.00 Uhr.

Am RandederVeranstaltung können Sie auch einen Service für Schlafapnoe und kleine Ausstellungen nutzen. Pausen mit Erfrischungsgetränken planen wir natürlich mit ein.

Flyer3

WENN NACHTS DER ATEM STOCKT

Beitrag zum 15-jährigen Bestehen der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Schmalkalden-Meiningen

RUND SECHS PROZENT DER BEVÖLKERUNG HABEN IM SCHLAF ATEMAUSSETZER, OFT OHNE
DIES ZU MERKEN. EINE SELBSTHILFEGRUPPE IM LANDKREIS SETZT SICH SEIT 15 JAHREN FÜR BETROFFENE EIN UND WEIST AUF DIE GEFAHREN DES SYNDROMS HIN.

Sofern der Bettnachbar mit seinem Sägen nicht den eigenen Schlaf stört, machen sich die Wenigsten ernsthaft Gedanken über Schnarchgeräusche. Doch häufiges, lautes Schnarchen könnte auch ein Hinweis auf eine Schlafapnoe sein, eine ernsthafte Störung des Atemapparats, bei der es im Schlaf zu Atemaussetzern kommt.

Zwar ist Schlafapnoe behandelbar, häufig wird sie jedoch nicht erkannt. Die Betroffenen fühlen sich am Tage müde, zeigen verzögerte Reflexe und können sich nur schlecht konzentrieren.
Was besonders aufschreckt: Laut Stiftung Warentest gilt Schlafapnoe als häufigste Ursache für Sekundenschlaf im Straßenverkehr. Schichtarbeit sowie Alkohol- und Drogenkonsum folgen erst dahinter. ...

   

... Hubert Hildenbrandt aus Floh-Seligenthal ist Vorsitzender der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Schmalkalden-Meiningen. „Rund sechs Prozent der Bevölkerung sind betroffen“, sagt er.
Die Initiative, der zur Zeit 71 Mitglieder angehören, möchte auf das gefährliche Syndrom aufmerksam machen und Betroffenen Hilfe zur Selbsthilfe geben. Dazu organisiert Hubert Hildenbrandt etwa alle vier bis sechs Wochen Zusammenkünfte im Meininger AWO-Gebäude sowie Bustouren zu Herstellern von Hilfstechnik. Regelmäßig kommen dabei auch Fachmediziner zu Wort.

Wer verstehen möchte, wie Schlafapnoen entstehen, muss zunächst wissen, was mit dem Körper im Schlaf passiert. Wie alle Körperpartien entspannen sich im Schlaf auch die Muskeln im Hals- und Rachenraum.

Dabei schiebt sich der Unterkiefer nach hinten und verengt in der Folge den Atemweg. Die Verengung führt gemeinhin zum Schnarchen. Problematisch wird es, wenn der Rachenraum komplett blockiert werden.
Dann bekommt das Gehirn nicht mehr genügend Sauerstoff. Der Atem setzt aus. Ist dies länger als zehn Sekunden der Fall und passiert mehr als zehn Mal innerhalb einer Stunde, liegt eine Schlafapnoe vor.

„Der Betroffene nimmt das oft nicht bewusst wahr“, weiß Hubert Hildenbrandt. Das Gehirn verfügt nämlich über einen Notknopf, der die Sauerstoffversorgung wieder herstellt. Es schüttet Adrenalin aus, das den Schlafenden aufweckt. Im Wachzustand spannen sich die Muskeln wieder an und die Atemwege öffnen sich.

Geschieht dies allerdings sehr häufig in der Nacht, gelangt der Betroffene nicht in die Tiefschlafphasen, die für einen erholsamen Schlaf wichtig sind. Am nächsten Tag können unter anderem Übermüdung, Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwächen auftreten.

Ein Patentrezept für die Behandlung von Schlafapnoe gibt es nicht. Die Therapie muss auf jeden Patienten individuell abgestimmt werden. Neben Änderungen im Lebensstil sorgt eine Beatmungsmaske, wie sie Hubert Hildenbrandt nachts trägt, für einen störungsfreien Schlaf. Die Maske wird mit einem Gurt am Kopf befestigt und ist über einen Schlauch mit einem Therapiegerät verbunden, das in der Lage ist, eine kontinuierliche Überdruckbeatmung durch die Nase aufrechtzuerhalten und die Atemwege während des Schlafes offenzuhalten. Nur so kann Hubert Hildenbrandt ruhig und erholsam schlafen. „Stören tut mich die Maske nicht“, sagt der Rentner. Neben den Masken gibt es sogenannte Schnarchschienen, die ein Absinken des Unterkiefers verhindern sollen.

Diesen Monat feiert die Selbsthilfegruppe ihr 15-jähriges Bestehen mit einem großen Fest in Sülzfeld. Gegründet hatte sie 1998 Hans-Joachim Fehringer, der heute ihr Ehrenvorsitzender ist. Anders als in den neunziger Jahren wisse man heute glücklicherweise mehr über Schlafapnoen, sagt Hubert Hildenbrandt. Bei der Aufklärung der breiten Öffentlichkeit sieht er jedoch noch Nachholbedarf. „Oftmals weisen die Krankenhäuser nicht hinreichend auf unsere Selbsthilfegruppe hin, sodass Betroffene alleine dastehen“, weiß Hildenbrandt. Wie wichtig es ist, das Syndrom rechtzeitig zu erkennen, werde spätestens im Ernstfall klar. „Kommt es durch Sekundenschlaf im Straßenverkehr zum Unfall und der Verursacher befindet sich nicht in Behandlung, zahlt die Versicherung keinen Cent.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Wie können marktübliche CPAP/APAP-Geräte objektiv bewertet und verglichen werden?

Betrachtung aus der Sicht des Patienten zu einer Präsentation von Dr. med. Holger Hein zu „Kennzahlen zur Bewertung von Druckatmungsgeneratoren“

Der Vortrag wurde auf der Jahrestagung der Sektion Nächtliche Atmungs- und Kreislaufstörungen (SNAK) der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und der Sektion Apnoe der Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin gehalten.
Der Vortrag selbst kann auf folgender Seite herunterladen werden: http://www.hsu-hh.de/separations/index_pRy23g6LqIbWkDcr.html

Zunächst eine dringend notwendige Fragestellung, die schon lange überfällig ist, Dr. med. Holger Hein hat sie dankenswert aufgegriffen. Es ist zugleich eine Fragestellung die viele Aspekte aufweist. Es existieren nach seiner Argumentation keine normierten Bewertungskriterien (Kennzahlen), es gibt keine Testhard- und Software für Beatmungsregler (herstellerunabhängig) und natürlich auch keine standardisierten und reproduzierbaren Tests, wie von ihm richtig dargestellt wird. Zweifelsohne schon lange ein Versäumnis für objektive Bewertungen, hier fehlt übergreifende Zusammenarbeit von Medizin, Hersteller und nicht zuletzt auch vom Gesetzgeber. Zwar hat der MDK hier einiges begonnen, aber letztlich nichts bewegt. Selbst große Ärzteorganisationen beklagen die Vielzahl der eingesetzten Geräte und die u.a. auch daraus resultierende fehlende Übersichtlichkeit für die Ärzte und die mangelnde Einsatzkonsequenz in den Schlaflaboren selbst. Hier spielen aber auch noch selbstgemachte Probleme eine Rolle.

Aus der Sicht der Betroffenen ist diese Situation natürlich völlig unzureichend, denn dem Arzt ist die Auswahl des geeignetsten Beatmungs-(Therapie)gerätes nahezu unmöglich oder sogar versperrt. Hierzu kommen natürlich noch Kostendruck, Zeitdruck und die Vergabepraxis, die sich teilweise durch die Ausschreibungen – besonders in den neuen Bundesländern - erheblich verschlechtert hat. Der an der Universität der Bundeswehr „Helmut Schmidt“ in Hamburg entwickelteAktive Lungen- und Obstruktionssimulator ALOSI“ stellt hierbei sicherlich eine Entwicklung dar, die einen Ansatz zur Entwicklung von Testhard- und Software ergibt. Auch die von Dr. Hein in der Präsentation beschriebenen Ansätze zur Einführung von statistischen Größen (über technische Bewertungsgrößen) wie Druckgenauigkeit, Druckstabilität treffen natürlich einige wesentliche Punkte. Die genannten negativen Auswirkungen für den Patienten – bei ungenügender Druckgenauigkeit und Druckstabilität, wie Luftmangel und erhöhte Atemarbeit kennen wir als Betroffene bestens.

Auch technisch etwas anspruchsvollere Kennwerte, weil dynamisch zu bewerten, sind kritisch, z. B. Reglerdynamik, Atemgasversorgung (Flow) und Totzeit (Antwort oder Sprungverhalten). Hier werden die Qualität der Therapie bzw. Nebenwirkungen beeinflusst.
Nun muss man natürlich bei der ganzen Betrachtung noch berücksichtigen, dass technisch bzw. softwaremäßig etwas nachgebildet werden muss, was letztlich ein „lebendes System“ (den Menschen mit seiner Atmung) darstellt, also wieder technisch betrachtet, etwas dynamisches. Und über dieses System, den Schlaf und seine Erfordernisse und Abläufe ist leider immer noch zu wenig bekannt.
Der hier beschriebene Versuch ein standardisiertes Prüfverfahren zu entwickeln (für den vergleichenden Test unabdingbar) berücksichtigt verschieden ausgeprägte Obstruktionen und auch zentrale Ereignisse. Im Test werden eine kleine Auswahl von Therapiegeräten (Automatikgeräte d.h. APAP-Geräte) der Hersteller Breas (iSleep 20i), Hoffrichter (Autotrend), Heinen + Löwenstein (Phönix 2)
Tyco (GoodKnight), ResMed (AutoSpirit II) und Weinmann (SomnoSmart 2) verglichen und bewertet.

Über ein Kennzahlensystem wird in dieser Gruppe der Automatikgeräte nach Rangfolge in den Kriterien Druckgenauigkeit, Druckkonstanz, Dynamik, Flussversorgung und Totzeit bewertet. Für den Betrachter ergibt die entsprechende Tabelle (Zusammenfassung) ein interessantes Bild, welches selbstverständlich sofort Fragen aufwirft, ohne in die Tiefe gehen zu wollen.
Ist es gerechtfertigt bei der Simulation in eine schwere Obstruktion (Simulation 6) zeitlich eine zentrale Schlafapnoe (Simulation 5) einzulagern? Soll dies eine gemischte / komplexe Schlafapnoe simulieren? Gerade hohe Drücke begünstigen das Entstehen von zentrale Apnoen – aber doch wohl nicht so zu simulieren bzw. darstellbar.

Die Druckgenauigkeit ist sicherlich wichtig, stellt sie doch einen wichtigen Wert für die Umversorgung dar, aber eine Umversorgung – wie zumeist in der Praxis – ohne neue Einweisung in das Schlaflabor? Sicher diese Frage ist in diesem Zusammenhang nicht relevant, da spielt die Druckkonstanz eine wesentlichere Bedeutung. Die ausgewiesenen Werte sind zumindest erklärungsbedürftig, zwar bei Ruheatmung gemessen, aber wie sieht es bei Obstruktionen aus. Bei Ruheatmung hat jedes Gerät eine gute Druckkonstanz aufzuweisen (siehe z. B. reine CPAP-Geräte), aber bei APAP, wie ist es da zu beurteilen?

Gerade ein gutes Druckverhalten für den Patienten ist bei diesen Geräten von Leistungsfähigkeit (Luftliterleistung / Flussversorgung) und entsprechender intelligenter Softwareanalyse abhängig, die eine entsprechende Reaktion des Gerätes steuern kann. Gleiche Problematik in der Interpretation ergibt sich bei der Bewertung der Dynamik. Die Tabelle weist dies hier selbst als teilweise nicht bewertbar aus.
Die Bewertung der Totzeit (umgangssprachlich die Zeit, bis auf ein Ereignis eine Reaktion erfolgt) spielt aus technischer Sicht bei Reglern eine große Rolle, sie soll möglichst gering sein. Was aber ist bei einem solchen System, sicher die Theorie gilt zunächst auch hier.

Was aber ist bei der Reaktion auf Artefakte, die einem respiratorischem Ereignis vorausgehen, hier sollte eine Reaktion des Therapiegerätes erst nach Bewertung erfolgen. Eine geringe Totzeit allein zu bewerten ist problematisch, hinter der Gesamtreaktion des Therapiegerätes – über entsprechende Softwaresteuerung realisiert – steht immer die Bewertung der Herstellerfirma des Ereignisses aus medizinischer Sicht. Man sieht, hier ergibt eine alleinige Bewertung der Totzeit Fehlaussagen. Der Betroffene wird immer die Gesamtleistung eines Gerätes beurteilen. Hier ergibt der (notwendige) mittlere Beatmungsdruck schon einen besser interpretierbaren Anhalt, denn dieser sollte so gering wie medizinisch, therapieerforderlich vertretbar liegen.
Nun genug der Bemerkungen zu den Tabellenwerten, der Ansatz ist wirklich positiv, aber natürlich nicht nur diskutierbar, sondern er erzwingt nahezu eine umfassende Diskussion aller Beteiligten.
Alle genannten Geräte besitzen zwar eine Hilfsmittelnummer, die aber letztlich nur ihre Zulassung bedeutet, sie ermöglicht keine qualitative Aussage.

Die vor einiger Zeit angestrebte Möglichkeit, eine Zulassung nur über das CE Kennzeichen zu erreichen – welches hier völlig ungeeignet ist – verdeutlicht diese Problematik. Bisher konnte jeder Gerätehersteller seine Geräte selbst testen und die von ihm ermittelten Werte zur Zulassung vorlegen. Wie „Selbstverpflichtungen“ im allgemeinen zu betrachten sind, ist ja auch hinlänglich bekannt. Selbstverständlich gibt es Möglichkeiten die Therapiegeräte objektiv zu testen, aber nicht vergleichend und auf gesicherten umfassenden medizinischen Grundlagen. Dies heißt also, dieses Gesamtsystem muss erst noch geschaffen werden. Die Schlussfolgerungen von Dr. med. Hein, dass Kennzahlen Bewertung und Vergleich ermöglichen, ist selbstverständlich richtig, bedürfen aber noch erheblicher koordinierter Vorarbeit mehrerer Disziplinen. Auch für die weitere Schlussfolgerung, die erforderliche, notwendige Weiterentwicklung vieler APAP-Geräte, muss natürlich das Umfeld entsprechend stimmen, die Firmen müssen natürlich den entsprechenden Anreiz hierzu sehen, hier ist die Forderung nach Low-Cost-Geräten (Billiggeräten) wohl fehl am Platz. Billiggeräte und fehlender Service kosten nicht nur Arbeitsplätze, sie verteuern letztlich auch die Gesundheitsversorgung und Schaden dem Patienten. Hier ist zur Zeit fehlendes Augenmaß gefragt. Billig kostet – es bringt nicht nur Folgekosten.

Das eine Patientenversorgung nur mit erfolgreich getesteten Geräten erfolgen sollte - eine letzte Forderung – sollte schon das Ziel sein. Bisher oblag es den Betroffenen auf Probleme bei Therapiegeräten – meist vergeblich – hinzuweisen.
Wie heißt es,  „Es bleibt viel zu tun – packen wir es (endlich gemeinsam) an.
Der Anfang ist dankenswerterweise gemacht, aber er muss untersetzt werden.

 

Exkursion der SHG Sonneberg / Neuhaus

Exkursion unserer SHG am 22.05.2013 nach Bamberg und Kutzenberg

Schreiben vom 18.06.2013 an: AOK Plus - die Gesundheitskasse / Bereich Gesundheitsförderung

Entsprechend unserer Planung begann unsere Fahrt um 08:15 Uhr mit 26 Personen (4 Pers. waren kurzfristig erkrankt), so dass unser Bus für 30 Sitzplätze fast voll ausgelastet war. Nicht eingeplant war der strömende Regen, der aber der guten Laune nichts entgegensetzen konnte. Da wir ein umfangreiches Programm hatten, haben wir die Anfahrtszeit großzügig geplant und trafen 30 Minuten früher im Klinikum Bamberg ein. Dort wurden wir bereits vor der Klinik von der Sekretärin des Chefarztes empfangen, zum Personalparkplatz geleitet und anschließend zum Vortragssaal in die Klinik geführt.
Obwohl verfrüht, begrüßte uns dort die Oberärztin Frau Dr. Muresan und begann im Anschluss gleich mit ihren Vortrag über:"Schlafapnoe und ihre Auswirk- ungen". Obwohl ich schon 14 Jahre therapiert bin und viele Patientenkongresse besucht habe, konnte ich dabei, genau wie die anderen Mitglieder unserer Gruppe einige ganz neue Aspekte und Forschungsergebnisse bezüglich Schlafapnoe erfahren. Der frühere Beginn des Vortrages hat sich ausgezahlt, denn in der anschließenden Diskussion wurde der Zeitrahmen weit überschritten.

Nach Überreichung eines Präsentes führte uns die Chefsekretärin dann weiter zur Besichtigung des Schlaflabors. Im Schlaflabor zeigte und erläuterte uns dann die Leitende MTA die Räumlichkeiten und beantwortete uns umfangreich alle Fragen zur Polysomnographie, eingesetzter Technik, nächt- licher Einstellung, Handhabung bei Folgeerkrankungen u.v.m. Ganz besonders gut kam bei uns der vorhandene geräumige und großzügig ausgestattete Schwerbehindertenmessplatz an. Nach diesem Programm war es an der Zeit, ein ausgiebiges Mittagessen in der Cafeteria einzunehmen und schließlich die Weiterfahrt nach Kutzenberg anzutreten, denn ab 14:00 Uhr ging es im Festsaal des Obermainklinikums schon wieder weiter bei einem Treffen und Erfahrungsaustausch mit der Selbsthilfegruppe für Sauerstofflangzeit-Therapie.
Nach einer gegenseitigen Begrüßung durch die beiden Ansprechpartner der Gruppen mit einigen Hinweisen zur Zielsetzung der Zusammenkunft begann gleich eine rege Diskussion untereinander bis dann der Chefarzt der Lungenklinik zu uns kam, um einen Vortrag über:"Anäthesie bei Atem- wegserkrankungen" zu halten. Er gab einen kurzen Überblick und forderte dann die ca. 55 Anwe- senden zu Fragen und Erfahrungen über dieses Themas auf. Die Beteiligten waren über diese Art und die Auskunftsfreudigkeit des Chefarztes begeistert und so schwenkte dann der Fragespiegel auch auf andere medizinische Gebiete wie Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf-
erkrankungen, Schutzimpfungen, Überkreuzwirkungen bei Einnahme mehrerer Medikamente usw. ein.
Dabei gab ein keinerlei Leerlauf und der Wissensdurst aller Beteiligten konnte befriedigt werden. Nach Überreichung eines Präsentes verließ uns der Chefarzt und der Ansprechpartner der Schlafap- noegruppe hob in einem kurzen Referat nochmals die Gemeinsamkeiten von Schlafapnoe und Lungenerkrankungen bezüglich Auswirkungen sowie Begleit- und Folgeerkrankungen hervor.

Lachen ist gesund und natürlich wurde zum Schluss auch dafür etwas getan. Bei zwei Sketchen von der Schlafapnoegruppe konnten alle Beteiligten zum Ausklang ganz herzhaft lachen. Gegen 18:00 Uhr konnten wir unseren umfangreich genutzten Tag wieder in Sonneberg beenden.

Insgesamt können wir einschätzen, dass unsere Exkursion ein gut organisierter und lehrreicher Tag war, an dem viel Wissen vermittelt wurde, wir eine ganze Reihe neuer Erkenntnisse gewonnen haben und uns gemeinsam mit der Sauerstoffgruppe bei unseren Krankheitsbildern gegenseitig sensibilisieren konnten.

Diese Möglichkeiten waren nur durch die finanzielle Unterstützung der AOK plus im Rahmen unseres Projektes möglich und dafür möchte ich im Namen aller Beteiligten ein ganz herzliches Dankeschön sagen.

SHG Schlafapnoe Sonneberg
Horst Meyer, Ansprechpartner

   Chefarzt Dr. Habich


Wenn der Schlaf zum Problem wird...

Seit 2008 treffen sich von Schlafapnoe Betroffene regelmäßig in einer Selbsthilfegruppe.

Beitrag der Ilmenauer SHG / Freies Wort , Mittwoch 31. Juli 2013, Ilmenau Seite 13 / von Berit Richter

Ilmenau - „Ein bisschen Schnarchen ist nicht schlimm“, sagt Heide Triemer,
„gefährlich wird es erst, wenn man regelmäßige Atemaussetzer hat.“ Die Leiterin der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe kennt sich mit dem lebensbedrohlichen nächtlichen Atemstillstand aus und weiß: „Aufklärung ist ganz wichtig“, denn häufig wird diese Krankheit zunächst gar nicht erkannt. Symptome wie Müdigkeit am Tage werden nicht mit der Apnoe in Verbindung gebracht. Dabei kann sie unbehandelt vielerlei weitere Beschwerden nach sich ziehen, vom Herzinfarkt bis zum erhöhten Risiko des Sekundenschlafs am Steuer. Überdruckbeatmungsgeräte, welche in der Nacht dafür sorgen, die Atemwege offen zu halten, helfen.

Über all dies und noch viel mehr informiert die Gruppe mit einem selbstgestalteten Flyer. Auch sonst sind die 52 Mitglieder sehr aktiv. Man trifft sich alle sechs Wochen zum Erfahrungsaustausch, besucht aber auch Einrichtungen wie ein Schlaflabor oder organisiert Vorträge von Experten. „Aber einmal im Jahr steht garantiert der Spaß im Vordergrund, dann feiern wir unser Sommerfest“, so Heide Triemer. Letzten Samstag war es im Schülerfreizeitzentrum wieder soweit. Bei selbst gebackenem Kuchen genoss man den Sommer.

 

Mit ihren Angehörigen trafen sich die Mitglieder der Selbsthilfegruppe aus Ilmenau und Umgebung zum Sommerfest

 


Infoveranstaltung beim Therapiegerätehersteller Hoffrichter in Schwerin

Bericht zur Exkursion „Infoveranstaltung beim Therapiegerätehersteller Hoffrichter in Schwerin“

Gemeinsame Exkursion der SHG Ilmenauer und der SHG Arnstadt / vom 27.05.2013 / Bericht von K.H.Wagner

Nachdem bereits die SHG Schlafapnoe Meiningen im Jahr 2010 eine Betriebsbesichtigung der Fa. Hoffrichter organisiert hatte und die Teilnehmer davon sehr angetan waren, entstand auch in den Selbsthilfegruppen Arnstadt und Ilmenau der Wunsch, sich über die Fertigungsanlagen und den Fertigungsablauf der Therapiegeräteherstellung zu informieren. Um die Kosten der Busfahrt zu optimieren, wurde die Fahrt als Gemeinschaftsprojekt der Gruppen Arnstadt und Ilmenau organisiert. Die Übernachtung in Schwerin für eine so große Gruppe gestaltete sich äußerst schwierig, so dass die Fa. Hoffrichter die Organisation übernahm und auf Grund von Rabatt einen guten Preis aushandeln konnte.

Der Bus startete am Montag, dem 27.05.2013 pünktlich vom Busbahnhof Ilmenau. In Arnstadt stiegen die Mitglieder der Gruppe Arnstadt zu. Danach ging es zügig über die Autobahn Richtung Norden. Da sich keine Verkehrsprobleme einstellten, erreichten wir Schwerin bereits gegen 14.00 Uhr. Die Zeit nach dem Einchecken wurde individuell für einen kleinen Stadtbummel genutzt. Für 16.00 Uhr hatte die Fa. Hoffrichter zu einer Stadtrundfahrt eingeladen, so dass wir die Möglichkeit hatten, die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten etwas näher kennenzulernen.
Am zweiten Tag fuhren wir pünktlich um 09.00 Uhr vom Hotel zur Firma, wo wir durch die Firmenvertreter Frau Lehmann und Herrn Witt herzlich empfangen wurden. Nach einer kurzen Begrüßung erfolgte der Firmenrundgang. Beginnend mit dem Lager und dem Versand besuchten wir alle Stationen der Fertigung, bekamen die notwendigen Erläuterungen und konnten selbst Fragen stellen. Neben allgemeinen Fragen zum Betrieb interes­sierte die Teilnehmer vor allem das Innenleben und der Auf-bau der Geräte. Dabei spielten Fragen nach der Gerätegröße, dem Gewicht, der Lautstärke und der Zuverlässigkeit eine  wichtige Rolle. Alles Dinge, die für die tägliche Nutzung von Bedeutung sind.

In der Fertigung befand sich gerade das neueste Modell von Hoffrichter - das Point 2. Bei der Entwicklung des Gerätes war man bestrebt, genau diese Kriterien in eine sinnvolle Relation zu bringen. Außerdem wurde uns erklärt, dass beim Point 2 viele Funktionen per Software gelöst wurden, was zur Reduzierung des Preises führte. Auch erfuhren wir, dass der Firmenchef selbst sich aktiv in die Entwicklung einbringt. Das Besondere am Point 2 ist, dass es auch mit Akku läuft. Die Batterien halten im Normalbetrieb acht Stunden

Nach dem Betriebsrundgang gab es dann in einer PowerPoint-Präsentation durch den Firmenvertreter, Herrn Witt, einen sehr interessanten und informativen Vortrag zum Thema Schlafapnoe und deren Behandlung durch die CPAP-Technologie.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete gegen 13.30 Uhr noch ein Imbiss. Wir bedankten uns recht herzlich für die Möglichkeit der Firmenbesichtigung und die Offenheit des Firmenkollegiums gegenüber unseren Fragen. Bevor wir die Heimreise antraten, entstand noch als Erinnerung das nachstehende Gruppenfoto.


Leider verlief die Rückfahrt über die Autobahn nicht so problemlos wie die Hinfahrt. Auf Grund einer Baustelle auf der A 9 kam es zu einem 3-stündigen Stau, so dass wir erst ge­gen 22.30 Uhr in Arnstadt bzw. um 23.00 Uhr in Ilmenau ankamen.

 

Zungenschrittmacher

Zungenstimulator reduziert Atemausfälle bei Schlafapnoe, Presseartikel der UKSH vom 17.01.2014

Verantwortlich für diese Presseinformation: Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein

HNO-Klinik am Campus Lübeck behandelt Schlafapnoe-Patienten erfolgreich mit Zungenschrittmacher

Eine neue Behandlungsmethode gibt es für Patienten, die unter Atemaussetzern im Schlaf leiden. Gegen die sogenannte Schlafapnoe können PD Dr. Armin Steffen, Oberarzt in der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Campus Lübeck (Direktion Prof. Dr. Barbara Wollenberg) und sein Team jetzt einen atmungsgesteuerten Zungenschrittmacher implantieren. Die HNO-Klinik des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein am Campus Lübeck ist die bisher einzige Klinik in Norddeutschland, die diese besondere Therapieform anbietet.

„Angepasst an die Atemtätigkeit gibt das Implantat eine milde Stimulation an die Muskeln der oberen Atemwege ab und hält sie während des Schlafs offen“, erklärt Privatdozent Dr. Steffen, Leiter des Schlaflabors, das die HNO-Klinik gemeinsam mit der Medizinischen Klinik III/Pulmonologie betreibt. Eine internationale Studie mit 126 Patienten hat jetzt gezeigt, dass die atmungsgesteuerte Schrittmacher-Therapie die Zahl der Atemausfälle im Schlaf deutlich reduziert und parallel dazu die Lebensqualität signifikant verbessert. Die Methode eignet sich für Patienten mit mittelgradiger bis schwerer obstruktiver Schlafapnoe, bei denen die Behandlung mit einer Schlafmaske, die sogenannte CPAP-Therapie, nicht möglich oder nicht effektiv ist.

Bei Patienten, die an dem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom leiden, kommt es im Schlaf zu Atemaussetzern, weil die Muskeln der oberen Atemwege übermäßig stark erschlaffen und die Atemwege verengen. Durch angestrengtes Luftholen entstehen die typischen Schnarchgeräusche. Atemstillstände von mehreren Sekunden können die Folge sein. Die Erkrankung ist unter Umständen lebensgefährlich und birgt Risiken für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Bisher wurden die Patienten mit Zahnschienen oder Beatmungsmasken behandelt. Diese schränken aber die Bewegungsfreiheit während des Schlafs stark ein und werden von den Patienten häufig nur unzureichend toleriert.

Der Zungenstimulator wird unter Vollnarkose unterhalb des Schlüsselbeins implantiert. Von dem Gerät, das etwa die Größe einer Streichholzschachtel hat, legen die Ärzte ein winziges Kabel zum Rippenbogen. Es misst die Bewegungen des Rippenfells und damit die Atemfrequenz. Ein zweites Kabel führt zum Hypoglossus-Nerv direkt unter der Zunge. „Atmet der Patient ein, bekommt der Zungennerv einen Impuls vom Schrittmacher. Die Zungenmuskulatur bleibt dann angespannt und kann den Schlund nicht blockieren“, sagt PD Dr. Steffen. Das Gerät wird über eine Fernbedienung vor dem Schlafengehen aktiviert. „Die meisten Patienten verspüren ein Kitzeln oder eine milde Kontraktion der Zungenmuskulatur, wenn sie den Schrittmacher einschalten. Sie fühlen sich dadurch aber in der Regel nicht beeinträchtigt.“ Die Stimulation ist nur aktiv, wenn der Patient schläft und wird so eingestellt, dass er eine optimale Therapie erhält und im Schlaf nicht gestört wird. „Diese Feineinstellung erfolgt unter Kontrolle verschiedener Biosignale“, erläutert PD Dr. Steffen.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Schlaflabor
PD Dr. Armin Steffen, Tel.: 0451 500-3497, armin.steffen@uksh.de

 

Grafik Zungenschrittmacher

Visite am 9. Oktober 2012 im NDRFernsehen / Thema:

Zungenschrittmacher– neue Methode gegen Schnarchen

Er funktioniert ähnlich wie ein Herzschrittmacher, ist nicht größer als eine Streichholzschachtel und soll gefährliche Atemaussetzer in der Nacht verhindern: der Zungenschrittmacher. Wer schnarcht und dabei vorübergehend keine Luft bekommt, leidet an einer gefährlichen Schlafapnoe.

Sie steigert nicht nur das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall immens, sondern verhindert auch einen erholsamen Schlaf. Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwächen sind die Folgen, nicht selten kommt es auch zu dem für Autofahrer lebensgefährlichen Sekundenschlaf.

Bei den nächtlichen Atemaussetzern steigen zudem Puls und Blutdruck, eine Notreaktion des Körpers, die das Herzkreislaufsystem stark belastet. Um den nächtlichen Sauerstoffmangel zu verhindern, gab es bisher nur die Therapie mit einer Atemmaske, die die Atemwege offenhält und permanent mit Druck Luft zuführt. Doch jedem dritten Patienten gelingt es nicht, damit gut zu schlafen, viele brechen diese Therapie schließlich trotz aller Gefahren ab.

Deshalb suchen Forscher seit langem dringend nach einer anderen Behandlungsform für die Patienten, die mit der Maske nicht zurechtkommen. Hier könnte der neue Zungenschrittmacher helfen. Er wird unterhalb des Schlüsselbeins eingepflanzt, erkennt über einen Sensor am Zwerchfell gefährliche Atempausen und stimuliert dann über eine Elektrode den Zungennerv Hypoglossus. Der aktiviert wiederum die Zungenmuskulatur, die die Zunge nach vorn bewegt und so die Atemwege frei macht.

Mit dieser Methode lassen sich die kompletten Atemaussetzer sehr gut behandeln. Der Patient spürt nur ein leichtes Vibrieren in der Zunge, an das er sich schnell gewöhnt und dann steht einem erholsamen Schlaf nichts mehr im Wege.

Und das gilt ebenso für die Partnerin, da der Schrittmacher auch das Schnarchen nahezu verschwinden lässt. Auch wenn der Zungenschrittmacher inzwischen eine CE-Zulassung hat und in Deutschland verwendet werden darf, steht eine abschließende Beurteilung zu Kosten, Nutzen und Risiken noch aus.

Interviewpartner im Beitrag:

Dr. Alexander Blau, Assistenzarzt,Somnologe
Prof. Dr. rer. physiol. Thomas Penzel, Wissenschaftlicher Leiter Interdisziplinäres Schlafmedizinisches Zentrum Charité - Universitätsmedizin Berlin,
Campus Charité Mitte
Charitéplatz1,
10117 Berlin
Tel. (030) 450 513 120
Internet: schlafmedizin.charite.de


Dr. Steffen Dommerich, Leitender Oberarzt Audiologie / Phoniatrie, Augen- und HNO-Heilkunde
Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
Charité - Universitätsmedizin Berlin,
Adresse s.o.
Internet: hno-ccm.charite.de

Weitere Informationen:

Gemeinnützige Selbsthilfe Schlafapnoe Deutschland e.V. (GSD)
Bundesverband
Auf dem Felde 3,
31675 Bückeburg
Tel. (05722) 27 02 40,
Fax (05722) 27 02 41
Internet: www.gsdschlafapnoe.de

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