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Ernährung: Vitamin-Präparate kein Schutz vor Herzinfarkt!

Eine Meta-Analyse zeigt, dass die ungezielte Einnahme von Vitamin-Präparaten nicht vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt

© panthermedia.net/Dusan Zidar

Tabletten und Kapseln mit Vitaminen und Spurenelementen verhindern weder Herzinfarkt noch Schlaganfall. Dies zeigt die bislang umfassendste Meta-Analyse zur vorbeugenden Wirkung von Vitaminen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Die ungezielte Einnahme von Vitaminpräparaten sei deshalb nicht zu empfehlen, rät die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM). Bei nachgewiesenem Vitamin-Mangel sollten Menschen Vitamine und Spurenelemente gemäß der ärztlich empfohlenen Dosis einnehmen.

Durchblutungsstörungen bis hin zum Herzinfarkt und Schlaganfall sind oft Folge von Schäden, die über viele Jahre an den Blutgefäßen entstanden sind. Zu den Ursachen dieser sogenannten Atherosklerose zählt auch mangelhafte oder falsche Ernährung. Mitunter fehle es dann an den Vitaminen A, B6, B12, C, D, E, Beta-Caroten oder Selen, meint Prof. Ulrich R. Fölsch, Generalsekretär der DGIM. „Laborstudien und Tierversuche gaben Anlass zu hoffen, dass diese Nahrungsbestandteile eine Atherosklerose stoppen könnten“, erläutert er.
Denn Forscher haben ausgerechnet, dass der Verzehr von 600 Gramm Obst oder Gemüse am Tag weltweit die Zahl der Herzinfarkte um 31 Prozent und die der Schlaganfälle um 19 Prozent senken würde. Die meisten Menschen erreichen diese Ernährungsziele nicht. Viele greifen stattdessen zu Vitaminpräparaten aus der Drogerie. „Denn es wäre zunächst zu vermuten, dass auch die regelmäßige Einnahme von Vitaminpräparaten Schäden an den Blutgefäßen verhindern kann“, meint Fölsch.

Eine im British Medical Journal veröffentlichte Meta-Analyse verschiedener klinischer Studien ergab keinen entsprechenden Nutzen. Koreanische Mediziner haben darin die Ergebnisse wichtiger Therapie-Studien zusammengefasst. Das Team um Belong Cho von der Universität Seoul wertete die Daten von insgesamt 50 Studien mit fast 300 000 Teilnehmern aus. Die Annahmen ließen sich nicht bestätigen: In Präparaten zugeführte Vitamine oder sogenannte „antioxidative“ Spurenelemente wirken weder bei gesunden Menschen vorbeugend, noch nutzen sie jenen, die bereits einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten haben.

Einige Studien kamen sogar zu dem Ergebnis, dass die Einnahme bestimmter Vitamine wie Beta-Caroten das Sterberisiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigert. Das Spurenelement Selen steht überdosiert sogar im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen.

„Menschen mit einem nachgewiesenen Vitamin-Mangel, der bei zahlreichen internistischen Erkrankungen vorkommt, sind jedoch dringend auf entsprechende Präparate angewiesen“, betont Fölsch. Die DGIM rät, Vitamine ärztlich dosiert einzunehmen. Defizite an Vitaminen oder Spurenelementen ließen sich durch Labortests verlässlich nachweisen und in den meisten Fällen auch wirksam behandeln. Die Kapseln und Tabletten vorbeugend zu konsumieren, um sich „etwas Gutes zu tun“, sei dagegen nicht ratsam sondern strapaziere unnötig das Portemonnaie. Hier sei stattdessen vielfältige Ernährung empfohlen und Bewegung im Freien.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin


Ist Ihr Blutdruck noch normal?

Schlaganfall, Herzinfarkt, Nierenschäden - Bluthochdruck ist ein stiller Killer. Doch welche Werte sind noch normal, wo verläuft die kritische Grenze? Wofür stehen die Zahlen? Und warum sind erhöhte Werte gefährlich, obwohl es den Betroffenen doch blendend geht? Die wichtigsten Fakten rund um gute und schlechte Blutdruckwerte erfahren Sie in der Klickstrecke

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Foto: © rumkugel/Fotolia / Quelle: mydoc.de

120 zu 80? 140 zu 90? Wenn es um den Blutdruck geht, verstehen viele nur noch Bahnhof. Und auch, was die Geräte eigentlich messen, ist den meisten Menschen unbekannt.
Als optimaler Blutdruck gilt ein Wert von maximal 120/80 mmHg. Der erste Wert erfasst den sogenannten systolischen Wert: Er wird gemessen, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht, um das Blut in den Kreislauf zu pumpen (Auswurfphase des Herzens).
Der zweite, niedrigere Wert ist der diastolische Wert: Er entsteht während der Entspannungsphase des Herzens, wenn sich die Kammern erneut mit Blut füllen.
Das Kürzel mmHg ist eine physikalische Maßeinheit für Drücke, insbesondere für Blutdruck. Es steht dabei für die Millimeter, die ein spezieller Druck eine Quecksilbersäule in einer Messsäule hinaufklettern lässt. Zwar erfolgt die Messung inzwischen meist elektronisch, die alte Maßeinheit ist jedoch geblieben.

Kritische Grenze

Ab einem Blutdruck von 140/90 gilt ein Blutdruck als leicht erhöht. Ab 160/100 handelt es sich um einen mittelschweren, ab Werten von über 180 beziehungsweise diastolisch über 110 liegt ein schwerer Bluthochdruck vor.
Besonders problematisch an einem zu hohen Blutdruck ist, dass er sich körperlich lange nicht bemerkbar macht. Lediglich sehr hohe Werte können sich durch Schwindel, rote Gesichtsfarbe oder Sehstörungen äußern. Trotzdem nagt der hohe Druck unablässig an den Gefäßen, schädigt sie und lässt so die Adern "verkalken" (Arteriosklerose). Erst wenn Folgeschäden auftreten, wie beispielsweise eine Herzschwäche oder gar ein Infarkt, wird die Schwere der Belastung offenbar.

Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße

"Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße", lautet nicht umsonst ein gängiges Sprichwort. Regelmäßige Blutdruckuntersuchungen sind darum lebenswichtig - und auch die konsequente Behandlung eines zu hohen Blutdrucks.
Niedrigere Werte hingegen sind meist unproblematisch für die Gesundheit. Im Gegenteil, sie schonen sogar die Gefäße. Wer einen niedrigen Blutdruck hat und sich damit wohlfühlt, darf sich also freuen.



„Hilfe mein Partner schnarcht! - Wenn schlafbezogene Atmungsstörungen zur Krankheit werden.“

Interview einer Gruppe Gymnasiastinnen aus Neuhaus/Rwg. zur Erarbeitung einer Seminarfacharbeit mit dem Thema: „Hilfe mein Partner schnarcht! - Wenn schlafbezogene Atmungsstörungen zur Krankheit werden.“ / Interviewt wurde hierzu Herr Horst Meyer / Alter: 70

 

INTERVIEW:

1. Wann bemerkten Sie die ersten Auffälligkeiten?

Bemerkt wurden die ersten Auffäligkeiten ab Anfang der 90-er Jahre durch meine Frau, die ich aber nicht glauben wollte.

2. Welche waren das?

Immer mehr zunehmendes und lauter werdendes Schnarchen, später mit immer mehr und länger andauernden Atempausen (Apnoen). Mein Leidensdruck wurde immer größer, d.h. nächtlicher Kopfschweiß, mehrfaches Wasserlassen, unruhiger Schlaf, morgendlicher Kopfschmerz und Müdigkeit, stark sinkende Leistungsfähigkeit, zunehmende Gereiztheit und ausgeprägtes launisches Auftreten.

3. Wie hat Ihre Familie / Ihr privates Umfeld darauf reagiert?

Das Problem war, dass damals bei uns die Schlafapnoe noch nicht bekannt war und ich die Sorgen meiner Frau immer mit den Worten: "Wenn ich keine Luft mehr holen würde, dann wäre ich ja schon längst tot" abgetan habe. Bei einem Krankenhausaufenthalt hat mir mein Bettnachbar in dieser Zeit ebenfalls von beobachteten langen Atempausen mit Sorgen über Erstickung berichtet. Die ganze Familie machte sich über meinen schwindenden Gesundheitszustand immer mehr Sorgen bis im Sommer 1999 meine Frau unseren befreundeten Orthopäden, der bereits ein Atemtherapiegerät hatte, bei einen Besuch von meinen Atempausen berichtete.

4. Welche Gründe haben Sie dann dazu bewegt einen Arzt aufzusuchen und in welchem Zeitraum haben Sie das getan?

Über den Orthopäden wurde dann kurzzeitig Kontakt zum Schlaflabor im Klinikum Nürnberg Nord aufgenommen und ich wurde auf Grund meiner vielen Probleme mit akuter Gefahr auf einen Herzinfarkt/Schlaganfall auf eine Dringlichkeitsliste gesetzt, wodurch ich bei einer damaligen Wartezeit von 9 Monaten bereits in der gleichen Woche zur Voruntersuchung und einer weiteren Woche zur ersten Diagnosenacht kommen konnte.

5. Wie gingen Sie mit der Diagnose um?

Die Diagnose „Schlafapnoe“ kannte ich zu diesem Zeitpunkt nicht und konnte sie nur in Verbindung mit meinen starken gesundheitlichen Problemen in Verbindung bringen. Die erste Nacht zu Hause mit Therapiegerät werde ich nie vergessen. Am darauffolgenden Morgen fühlte ich mich wie im Himmel, mit angenehm prickelnden Gefühl im Körper, vor allem in Armen und Beinen.

6. Wie hat Ihre Familie darauf reagiert?

Die Familie war sehr erleichtert und meine Frau konnte auch wieder die Nächte durchschlafen ohne Schnarchgeräusche und Angst.

7. Wann haben Sie mit der Behandlung angefangen?

Mit der Therapie habe ich im September 1999 begonnen und seitdem keine 5 Std. ohne Therapiegerät geschlafen.

8. Welche Therapien haben Sie gemacht?

Begonnen wurde erfolgreich mit einer CPAP-Therapie, später auf Grund anderer gesundheitlicher Probleme mit zentralen Apnoen eine Bilevel-ST- Therapie und schließlich nach Wegfall der zentralen Apnoen wiederum eine CPAP-Therapie. Leider muss ich mich seit kurzer Zeit wegen stärker auftretenden Atemmuskelproblemen einer Beatmung im Schlaf unterziehen.

9. Wie hätten Sie sich eine Beratung gewünscht?

Die Beratung und Information vor Beginn der Therapie war voll in Ordnung. Es wurden auch umfangreiche Voruntersuchungen durchgeführt, vor allem auch im HNO-Bereich, was heute viel zu sehr vernachlässigt wird.

10. Wie wurde diese tatsächlich durchgeführt und durch wen wurde diese durchgeführt?

Die Ärzte nahmen sich ausreichend Zeit (ca. 1 Std.) zur Einweisung / Beratung und Information auch über psychische Aspekte der Therapie.

11. Wie sind Sie zu der Selbsthilfegruppe gekommen?

Mit der Übergabe des verordneten Therapiegerätes wurden gleichzeitig die nächsten Termine der SHG Schlafapnoe Nürnberg übergeben, die ihre Beratungen in der Klinik durchführte. Es wurde empfohlen, diese Termine zunächst zu nutzen, um besser mit der Therapie zurechtzukommen.

12. Was sind/ waren Ihre Gründe diese zu besuchen?

Mit der neuen Therapie wollte ich das Maximum an Erfolg für meine Gesundheit erreichen. Schon beim ersten Besuch der SHG in Nürnberg habe ich gemerkt, dass ich auf einen für mich völlig unbekannten Feld viel praktisches Wissen erfahren kann. Nach weiteren 2 Teilnahmen in Nürnberg habe ich erfahren, dass sich bereits zwischenzeitlich bei uns auch SHG`n in Hildburghausen und Coburg gegründet hatten. Dort nahm ich Kontakt auf und 2001 wurde schließlich die SHG Schlafapnoe Sonneberg gegründet, für die ich anfangs organisatorisch und ab 2002 voll die Verantwortung übernahm.


Herzprobleme

Hinter Rückenschmerzen kann ein Herzinfarkt stecken

Dumpfe Rückenschmerzen / Müdigkeit und Magenprobleme: Was nach typischen Alltagsleiden klingt, kann tatsächlich ein Herzinfarkt sein. Denn anders als bei Männern äußert sich die Herzattacke bei Frauen eher unspezifisch - mit fatalen Folgen: Jedes Jahr sterben rund 25.000 Frauen an einem Infarkt, weil Betroffene und Ärzte die Symptome verkennen.

Schmerzen in Schultern und Rücken können auf einen Herzinfarkt hinweisen.

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)



Anzeichen bei Frauen oft unspezifisch

Die typischen Symptome eines Herzinfarkts sind Schmerzen im Brustkorb, die auch in Arme und Schulterblätter ausstrahlen können. Diese Anzeichen treten grundsätzlich bei beiden Geschlechtern auf. Bei Männern sind sie jedoch ausgeprägter. Statt starken Schmerzen empfinden Frauen eher ein Druck- oder Engegefühl im Brustbereich. Dieses wird zudem oft von anderen unspezifischen Symptomen überlagert, die Betroffene kaum an einen Herzinfarkt denken lassen: Müdigkeit, Schweißausbrüche, Rückenschmerzen und Übelkeit.

Herzinfarkt bei Frauen oft verkannt

Gerade weil die Symptome so unspezifisch sind, fällt es Ärzten häufig schwer, die richtige Diagnose zu stellen. Nicht selten kommt es vor, dass sie einen Herzinfarkt zunächst als Rücken- oder Magenleiden verkennen. Das verzögert die Behandlung des Herzproblems. Weil auch Frauen dazu neigen, die körperlichen Warnzeichen fehlzudeuten oder zu verdrängen, kommt dann oft jede Hilfe zu spät: Laut der Deutschen Herzstiftung sterben Frauen am ersten Herzinfarkt fast doppelt so häufig wie Männer.

Behandlung mit Medikamenten ist schwierig

Auch nachdem die Diagnose Herzinfarkt gestellt wurde, ist die Behandlung oft schwierig und kompliziert. Zum einen wirken Medikamente bei Frauen anders. Sie leiden stärker unter den Nebenwirkungen von ACE-Hemmern und benötigen eine besondere Dosierung. Diese wird aber auf Medikamentenverpackungen nicht vorgegeben, da es keine geschlechtsspezifische Medikamentenentwicklung gibt. So kommt es vor, dass Frauen Arzneien überdosiert einnehmen. Zum anderen ist die Stent-Therapie bei ihnen weniger erfolgreich.

Gesunder Lebensstil verringert Herzinfarkt-Risiko

Frauen können die Gefahr, an einem Herzinfarkt zu sterben, durch einen gesunden Lebensstil und den Verzicht aufs Rauchen verringern. Neben Tabakkonsum sind Übergewicht und Diabetes die Hauptgründe für einen Herzinfarkt. Zur Vorbeugung spielt daher auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Sie sollte ausgewogen und reich an Obst und Gemüse, sowie magerem Fleisch und Vollkornprodukten sein. Wichtig sind vor allem auch ungesättigte Fettsäuren, die etwa in Fisch und Rapsöl enthalten sind.
Diese Maßnahmen können einem Verschluss der Herzkranzgefäße vorbeugen. Er geht in der Regel einem Infarkt voraus. Der Herzinfarkt ist nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland.

15.08.2013, 12:15 Uhr | hut, dpa



Es gibt auch Mini-Schlaganfälle

| akl/bri mit Material von dpa

Aus gesundheitlichen Gründen ist Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck diese Woche überraschend zurückgetreten. Bereits im Juni erlitt er einen leichten Schlaganfall und wollte eigentlich schon kurz drauf seine Ämter weiterführen. Der Fall zeigt: Nicht immer setzt ein Schlaganfall einen Menschen völlig außer Gefecht: Sogenannte Mini-Schlaganfälle bleiben jedoch häufig unerkannt. Wir haben die Warnsignale zusammengestellt und erklären, was es mit Mini-Schlaganfällen auf sich hat. Auf diese Symptome muss man besonders achten.


Achtung bei diesen fünf Symptomen

Bei einem Schlaganfall äußern sich beim Patienten typische Symptome wie halbseitige Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle, Sprach- und Verständnisstörungen, sowie Sehstörungen. Aber auch Schwindelgefühle mit Unsicherheiten beim Gehen oder sehr starke Kopfschmerzen treten häufig auf. Bei solchen Körperreaktionen sollte man schnellstmöglich unter der Notrufnummer 112 einen Arzt rufen. Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Je früher behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Platzeck: "Hatte wohl Schutzengel"

Sein Sehvermögen und das Laufen waren Platzeck zufolge durch den Schlaganfall eingeschränkt. Dank exzellenter medizinischer Betreuung habe er jedoch nach nur drei, vier Tagen fast wieder seinen normalen Zustand erreicht. "Ich kann wieder gut laufen, habe aber noch einen leichten Linksdrall. Sonst ist alles ganz gut», sagte er der Zeitung. "Ich hatte wohl einen Schutzengel (...)."

TIA-Symptome ernst nehmen

Schlaganfälle können jedoch auch fast unbemerkt verlaufen. Bei derartigen Mini-Schlaganfällen sprechen Ärzte von einer Transitorisch Ischämischen Attacke (TIA). Eine TIA ist eine Durchblutungsstörung im Gehirn. Die Symptome ähneln denen eines Schlaganfalls, bilden sich aber meist innerhalb von ein bis zwei Stunden zurück. Sie gelten auch als ernste Warnsignale für einen echten Schlaganfall. Jeder zehnte Betroffene, der solche Anzeichen bemerkt, erleidet in den nächsten Tagen einen Schlaganfall. Australische Forscher der University of New South Wales haben zudem festgestellt, dass die Lebenserwartung durch einen Mini-Schlaganfall um bis zu 20 Prozent sinkt.

Häufiger Auslöser ist verstopfte Arterie

Üblicherweise tritt der Schlaganfall plötzlich auf. Die häufigste Ursache ist Arterienverkalkung, die durch Risikofaktoren wie Alkohol, Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes mellitus gefördert wird. In den Arterien sammeln sich Cholesterin, Blutzellen, Bindegewebe und Kalksalze ab und verengen diese Stück für Stück. Bildet sich dann ein Blutgerinnsel, kann das die Arterie komplett verstopfen - ein Schlaganfall ist die Folge.
Aber auch eine Hirnblutung ist eine mögliche Ursache. So können durch Missbildungen und Ausbeulungen der Gefäße oder durch Tumore Blutgefäße platzen. Die Blutversorgung wird so unterbrochen und die Gehirnzellen werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Man spricht dann von einem hämorrhagischen Infarkt.

Schlaganfall-Symptome überprüfen mit dem FAST-Test

Mit dem FAST-Test können auch Ungeübte ohne jegliche Fachkenntnisse die Schlaganfall-Symptome überprüfen. Die Buchstaben FAST stehen für "Face - Arms - Speech - Time" (Gesicht - Arme - Sprache - Zeit). Wenn der Verdacht besteht, dass eine Person einen Schlaganfall erlitten hat, kann man mit Hilfe der drei folgenden Übungen eine schnelle und sichere Schlaganfall-Diagnose erstellen: Bitten Sie die betroffene Person zu lächeln, beide Arme gleichzeitig zu heben und einen einfachen Satz nachzusprechen. Wenn der Betroffene mit einer dieser Aufgaben Probleme hat, zählt jede Minute.
ratgeber.t-online.de: Schlaganfallsymptome: Achten Sie auf diese Zeichen
ratgeber.t-online.de: Schlaganfall bei Kindern: Auch die Kleinen kann es treffen


 


Eisenmangel – die wichtigsten Anzeichen

Quelle: mydoc.de © DBDStudio / Fotolia
Autor: Luise Heine

Eisenmangel ist sehr weit verbreitet, etwa acht Prozent der Deutschen leiden darunter. Eisen erfüllt in unserem Körper viele wichtige Funktionen. Umso schlimmer, wenn der Eisenspeicher im Körper leer ist, denn Eisenmangel kann im Extremfall zu einer Blutarmut führen. Hier erfahren Sie, auf welche Anzeichen Sie achten sollten. Besonders betroffen sind Frauen, denn sie verlieren mit der Menstruation jeden Monat im Schnitt 20 Milligramm Eisen. Aber auch eine einseitige Ernährung sowie eine gestörte Aufnahmefähigkeit des Körpers können Gründe für einen Mangel sein. Je früher Eisenmangel erkannt wird, desto besser lässt er sich behandeln.

 

Anzeichen für Eisenmangel

Folgende Symptome können auf zu niedrige Eisenwerte hinweisen:


Rissige Mundwinkel und Lippen
Kopfschmerzen
Blasse Haut
Schwindel
Vergesslichkeit
Müdigkeit
Nervosität
Trockene Haut
Brüchige Nägel
Haarausfall
Sodbrennen
Schwächeanfälle
Appetitlosigkeit


Bei Verdacht auf einen Eisenmangel sollte ein Arzt Ihren körpereigenen Eisenwert bestimmen. Dieser schwankt aber je nach Tageszeit. Ein niedriger Eisenwert muss außerdem nicht unbedingt einen chronischen Eisenmangel bedeuten. Denn auch eine dauerhafte Entzündung im Körper, Leberschäden, Infektionen und Tumore sind oft mit einem niedrigen Eisenwert im Blut verknüpft. Normal ist bei Frauen ein Wert von 6,3 bis 20,1 Mikromol pro Liter, bei Männern sind es 4,1 bis 29,5 Mikromol pro Liter. Angegeben wird damit der Wert des sogenannten Transferrins - einer bestimmten Eisenform, die im Blut vorkommt.

Unterschiedlicher Eisenbedarf

Männer und Frauen brauchen unterschiedlich viel Eisen, dabei spielt auch das Alter eine Rolle. Bis zum siebten Lebensjahr gehen Experten von einem täglichen Bedarf von acht Milligramm am Tag aus, Sieben- bis Zehnjährige brauchen zehn Milligramm. Ab dem zehnten Lebensjahr ist der Bedarf bei beiden Geschlechtern unterschiedlich. Bei Männern geht man von circa zehn Milligramm aus, bei Frauen sind es bis zur Menopause 15 Milligramm pro Tag. Davon gelangt aber schlussendlich nur ein kleiner Teil tatsächlich in den Körperkreislauf. Man geht davon aus, dass die Darmzellen bei Einhaltung der empfohlenen Tagesdosis zwischen 0,5 bis 2 Milligramm aufnehmen können.
Einen besonders hohen Eisenbedarf haben außerdem Frauen, die schwanger sind (30 Milligramm pro Tag) oder stillen (20 Milligramm pro Tag) sowie sehr aktive Sportler. Denn bei ihnen bilden sich vermehrt Blutzellen. Auch durch starkes Schwitzen kann Eisen verloren gehen.

Eisen hilft beim Sauerstofftransport

Im menschlichen Körper findet sich insgesamt zwischen 2,5 bis 4 Gramm Eisen. Davon sind zwei Drittel im roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) der roten Blutkörperchen gebunden. Das Spurenelement hilft dabei, Sauerstoff zu binden. Damit ist es elementarer Bestandteil der Sauerstoffversorgung im Körper. Auch für enzymatische Reaktionen im Körper ist das Metall wichtig. Eine gewisse Menge an Eisen kann der Körper speichern und so in den meisten Fällen Engpässe überbrücken. Die Voraussetzung ist, dass genügend Eisen aufgenommen wird.


Vegetarier im Nachteil

In fast allen Lebensmitteln ist Eisen enthalten, meist aber nur in sehr kleinen Mengen. Aber je nach Quelle nimmt der Körper es unterschiedlich auf. Besonders gut ist Eisen aus tierischen Produkten, weniger gut erfolgt die Aufnahme über pflanzliche Quellen. Im Vergleich: Während bei Fisch oder Kalbsfleisch die Aufnahmerate bei 16 bis 20 Prozent liegt, beträgt der Wert für Weizen, Mais oder Spinat nur sieben bis neun Prozent. Darum sollten Vegetarier sich auch beim Arzt beraten lassen, wie sie einem Eisenmangel vorbeugen können.

Das Spurenelement kann in zwei chemischen Formen vorliegen. In der Nahrung steckt vor allem sogenanntes dreiwertiges Eisen (Fe3+). Wesentlich besser aufgenommen wird allerdings das zweiwertige Eisen (Fe2+). Die Aufnahmeleistung lässt sich noch verbessern, wenn das Eisen zusammen mit Vitamin C dem Körper zugeführt wird.

Zu viel des Guten

So viel Eisen wie möglich zu essen, ist aber keine gute Lösung. Der Körper besitzt keinen Schutzmechanismus, um sich vor einem Überschuss zu schützen. Liegt die Aufnahme längere Zeit deutlich über dem Bedarf, lagert sich das überschüssige Eisen im Gewebe an. Vor allem die Leber ist hier das leidtragende Organ. Sie wird geschädigt - bis hin zur Leberzirrhose.

Ein bekanntes Beispiel für dieses Problem findet sich zum Beispiel bei der Bevölkerungsgruppe der Bantus in Afrika. Dort wird Bier konsumiert, welches zuvor in metallhaltigen Gefäßen hergestellt wird. Das säurehaltige Getränk löst dabei Eisen aus den Behältern. Das trinken die Bierliebhaber mit und leiden dann unter den Folgen des Eisenüberschusses.


Händewaschen wichtiger als Dusche

02.05.2011, 11:01 Uhr /Quelle: mydoc.de

Nur jeder Dritte wäscht sich die Hände mit Wasser und Seife.

Die tägliche Dusche gehört für viele Menschen zur Körperpflege dazu. Dabei ist sie aus hygienischen Gründen gar nicht nötig. Gefährliche Keime lauern nicht zuhause, sondern im öffentlichen Bereich. Und dort sieht es mit der Hygiene katastrophal aus: Nur jeder Dritte wäscht sich nach dem Besuch einer öffentlichen Toilette die Hände mit Wasser und Seife. Dr. Ernst Tabori, Facharzt für Hygiene, erklärt, wo Hygiene wichtig ist und wo sie eher schadet.

Tägliche Dusche überflüssig

"Dass wir uns täglich duschen, hat nichts mit besserer Hygiene zu tun, es dient vor allem unserem Wohlbefinden," erklärt der ärztliche Direktor des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene in Freiburg, Dr. Ernst Tabori. Für die Haut ist die tägliche Dusche eher eine Belastung, sie trocknet bei jedem Duschen aus - insbesondere, wenn wir lange und heiß duschen. Zwei- bis dreimal die Woche duschen sei deshalb völlig ausreichend für jemanden, der keine schwere körperliche Arbeit verrichte, so Tabori. "Das heißt ja nicht, dass man sich nicht zwischendurch wäscht."

Keimgefahr in öffentlichen Toiletten

"Händewaschen ist das Allerwichtigste, was man machen kann, um sich und andere vor Infektionen zu schützen", weiß Tabori. Dies gilt für allem für öffentliche Toiletten. Dort übertragen sich Bakterien und Viren, die beispielsweise wie Noroviren Magen-Darm-Infektionen auslösen können. "Wenn sie dort beispielsweise eine Türklinke anfassen und sich anschließend ein Eis kaufen, bekommen Sie die infektiöse Fracht von der Toilette direkt in den Mund. Den weiteren Verlauf kann man sich vorstellen," so der Facharzt für Hygiene. "Mit dem Händewaschen unterbrechen Sie diese Kette."

Nur jeder Dritte benutzt Wasser und Seife

Erschreckend ist für Tabori die Tatsache, dass jeder Dritte sich nach dem Besuch einer öffentlichen Toilette gar nicht die Hände wäscht. Ein Drittel benutze nur Wasser und lediglich ein Drittel aller Toilettenbesucher wasche sich die Hände richtig mit Wasser und Seife. "Das ist erschreckend und unverständlich, wenn man an die vielen Durchfallerkrankungen denkt," so Tabori. "Da müssen Sie sich nicht wundern, wenn Sie abends Bauchgrimmen bekommen." Auf öffentlichen Toiletten sollte man möglichst nur Seifenspender und Einwegpapierhandtücher benutzen und keine Stückseifen und Baumwollhandtücher anfassen, die von allen benutzt werden.

Handtücher regelmäßig tauschen

Anders sieht es zuhause aus. Zwar sollte man beispielsweise Handtücher wechseln, sobald sie schmutzig sind. Doch dafür gibt es keine feste Regel. "Jemand, der selten zuhause ist, muss dies seltener machen als eine sechsköpfige Familie", sagt Tabori. "Allerdings muss man im häuslichen Umfeld im allgemeinen keine Angst vor Infektionen haben." Dort tauschen wir unsere Keime ohnehin ständig aus. Deshalb genüge es auch, Körperwäsche und Handtücher bei 40 bis 60 Grad zu waschen. "Entscheidend ist, dass die Wäsche sauber ist," so der Hygieneexperte. Und das erreichen moderne Maschinen auch mit niedrigen Temperaturen.

Auf Mundhygiene achten

Eine gute Mundhygiene ist hingegen ausgesprochen wichtig. Zweimal täglich Zähneputzen sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Mundspülungen haben mit Zahnpflege wenig zu tun, sie machen lediglich einen frischen Geschmack. "Im Mund eines gesunden Menschen befinden sich viele Keime - aber die gehören da auch hin" so Tabori. "Desinfizierende Mundspülungen sind daher überflüssig."


Ist "Verpilzung" des Darms eine unsinnige Modediagnose oder ein echtes Gesundheitsproblem?


  © psdesign1_Fotolia


Übeltäter Darmpilze

Verdauungsstörungen, Allergien, Kopfschmerzen, Depressionen - Darmpilze sollen für viele Beschwerden verantwortlich sein. Mit Anti-Pilzmitteln werden die Eindringlinge deshalb abgetötet, mit dem Verzicht auf Zucker sollen sie ausgehungert werden. Doch ist die "Verpilzung" des Darms eine unsinnige Modediagnose oder ein echtes Gesundheitsproblem? Außerdem: Erstaunliche Fakten zu menschlichen Untermietern in der Bildergalerie.

Lebenswichtige Darmflora

Milliarden von Mikroorganismen besiedeln den menschlichen Darm. Als natürliche Darmflora erfüllen sie wichtige Aufgaben: Sie produzieren zum Beispiel Vitamine (Vitamin K, B-Vitamine), halten das darmspezifische Immunsystem auf Trab und bauen unverdauliche Nahrungsbestandteile ab, welche von den körpereigenen Verdauungsenzymen nicht zerlegt werden können.

Im Wesentlichen handelt es sich bei den winzigen Untermietern um Bakterien, aber auch einige Pilze leben im Darm. So lassen sich bei jedem zweiten gesunden Erwachsenen Hefepilze (vor allem Candida albicans) im Magen-Darm-Trakt nachweisen, manchen Studien zufolge sogar bei 80 Prozent der gesunden Erwachsenen.

Von Blähungen bis Akne

Diese Darmpilze sollen jede Menge Schaden anrichten. So werden sie zum Beispiel oft für Blähungen, Völlegefühl, Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall, Bauchkrämpfe, Infektanfälligkeit, Juckreiz am After und Heißhunger auf Süßes verantwortlich gemacht. Auch eine Unverträglichkeit von Alkohol, Leberentgleisungen, Abgeschlagenheit, Reizbarkeit, Ekzeme, Akne, Depression, Migräne, Allergien und vieles mehr werden manchmal auf eine Überwucherung des Darms mit Candida albicans zurückgeführt.

Wer ist der Täter?

Dieses sogenannte Candida-Syndrom (auch Candida-Hypersensitivitäts-Syndrom) - also die krankmachende Infektion des Darms mit Hefepilzen wie Candida albicans - ist jedoch unter Schulmedizinern umstritten. Bislang gibt es keine Beweise dafür, dass Pilze im Darm für die genannten Beschwerden verantwortlich sind.
Darüber hinaus tummeln sich im Darm neben Pilzen oft auch Gärungsbakterien und manchmal sogar Fäulnisbakterien und deren giftige Stoffwechselprodukte. Wer von ihnen letztendlich für die Beschwerden verantwortlich ist, lässt sich meist nicht eindeutig feststellen.

Schwierige Diagnose, schwierige Therapie

Tatsache ist, dass nicht jeder Pilznachweis in einer Stuhlprobe Krankheitswert besitzt. Denn wie erwähnt, finden sich Hefepilze auch im Darm vieler gesunder Menschen. Außerdem gelangen Pilze auch mit der Nahrung in den Verdauungstrakt und passieren ihn bei intakter Darmflora, ohne sich anzusiedeln. Lassen sich jedoch größere Mengen an Pilzen in der Stuhlprobe nachweisen, wird der Arzt meist eine Therapie empfehlen - vor allem mit Anti-Pilzmitteln (wie Nystatin) und einer Anti-Pilz-Diät (Verzicht auf Zucker, Weißmehlprodukte, süßes Obst etc.).
Allerdings gibt es auch hierzu kritische Stimmen: Nystatin & Co. sollen höchstens kurzfristig helfen, nach Ende der Behandlung können die Pilze wiederkehren. Und der Verzicht auf Zucker, um den Pilzen im Dickdarm die Nahrung zu entziehen, soll unnötig sein, da Zucker normalerweise schon im Dünndarm in den Körper aufgenommen wird, also gar nicht erst im Dickdarm landet (außer bei bestimmten Störungen der Kohlenhydrataufnahme wie Laktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption).

Immungeschwächte Menschen

Im Unterschied zur Streitfrage, ob Darmpilze Akne, Depression, Müdigkeit & Co. verursachen können oder nicht, gilt eines als gesichert: Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem (etwa bei HIV, Leukämie, Chemotherapie) kann sich der Hefepilz Candida albicans unkontrolliert vermehren und im Körper ausbreiten. Gefährliche Erkrankungen wie eine Pilzinfektion der Lunge (Pilzpneumonie) oder eine pilzbedingte Blutvergiftung (Pilzsepsis) sind dann mögliche Folgen.

Stand: 14.08.2013    Autor: Martina Feichter    Quelle: mydoc.de