Allgemeines zu den Therapien

Einleitende Worte zu den Therapiemöglichkeiten


Diagnose und Therapieansatz

Die Diagnose des Schlafapnoe-Syndroms erfordert vom Arzt umfassende Kenntnisse der Zusammenhänge und vom Patienten eine sachliche, umfangreiche Schilderung seiner Beschwerden. Da die Ursachen bestehender Probleme vielfältig sein können, sich überschneiden und auch undifferenziert sind, ist die sofortige und exakte Diagnose nicht leicht zu erstellen. Hier sind alle Angaben des Patienten (und Partners) sehr hilfreich, die die Ursachen beleuchten können.
Zur richtigen Diagnose muss das gesamte Umfeld des Patienten mit herangezogen werden und bereits bestehende Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck usw.) sind zu beachten. Letztendlich liefert eine Screening-Untersuchung in häuslicher Umgebung und bei entsprechenden positiven Befund eine weitergehende Untersuchung im Schlaflabor eindeutige Ergebnisse.


Hierzu wird der Patient im Schlaflabor in einer Diagnosenacht während des Schlafes u.a. bezüglich Schlafstruktur, Atemfrequenz und Atemintensität, Sauerstoffgehalt im Blut, Atemgeräusch (Schnarchen), Körperlage und -bewegungen, Echokardiogramm (EKG), Hirnstromkurven (EEG, EMG, EOG) über eine Schlafdiagnostik untersucht.
Hieraus werden charakteristische Werte abgeleitet, die dann eindeutig das Vorliegen einer eventuellen Schlafapnoe oder anderen schlafbezogenen Atmungsstörung diagnostizieren. Entsprechend dieser Diagnose wird die spätere Therapieform festgelegt.

Vom Schlafdiagramm sind gleichzeitig Differentialdiagnosen ableitbar, z.B. Schlafdefizite durch Schlafkrankheit, Narkolepsie, Schlaflähmungen, Restless-Legs (RLS) und Halluzinationen sowie weitere Krankheitsbilder. Letztendlich lässt sich durch die Untersuchung im Schlaflabor die Schlafapnoe sicher und qualifiziert erkennen.

Hier finden Sie unsere aktuellen Termine im Kurzüberblick. Im Menü Termine ehalten Sie weitere Informationen dazu.

« Okt. 2017 »
MoDiMiDoFrSaSo
. . . . . . 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 . . . . .
« Nov. 2017 »
MoDiMiDoFrSaSo
. . 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 . . .


Die Behandlung der Schlafapnoe mittels nasalen Überdruck mit Therapiegeräten (CPAP-, Bi-Level-, Flex- und ST-Geräten) ist der bisher weitaus erfolgreichste Behandlungsweg, auch „Goldstandard“ genannt.

Die Therapiegeräte haben sehr unterschiedliche Parameter und erhebliche Leistungsunterschiede. Deshalb sind Geräte auch im gleichen Modus schwierig miteinander vergleichbar und schon gar nicht bei Patienten ohne nochmaligen Schlaflaborbesuch austauschbar.
Entscheidend für den Therapieerfolg ist ein leistungsfähiges, für den Patient passendes Therapiegerät. Bei Patienten mit bereits bestehenden Lungen- oder Herz-Kreislauferkrankungen sind dabei höhere Qualitäts- und Leistungsmerkmale bei der Geräteauswahl heranzuziehen, auch wenn diese Forderung unsererseits von Ärzten oft nicht berücksichtigt und vor allem von Leistungserbringern und Krankenkassen nicht gerne gesehen wird.

Bei leichter Schlafapnoe (AHI bis 25) hat sich auch die Behandlung mit Biss-Schienen bewährt. Diese und andere vertretbare Behandlungsformen stellen wir unter Zahnärztliche Therapien vor. Eine ganze Reihe weiterer Therapiearten weisen meist nicht diese Erfolgsresultate auf und werden von uns nicht unterstützt, da sie auch wissenschaftlich nicht mit Studien belegt sind und oft nur dem Geldbeutel der Anbieter dienen.

Wer verspricht, ggf. das Schnarchen zu beseitigen, der hat noch lange nicht die Schlafapnoe als ursächliche Krankheit behandelt. Wenn das „Schnarchen“ weg ist, dann liegt möglicherweise die Schlafapnoe noch vor.

Therapie - Beeinträchtigungen

Folgende Ursachen können unter anderen die Schlafapnoetherapie zum Teil erheblich beeinträchtigen:

• vorliegende Ein- und Durchschlafstörungen
• gestörter Schlaf durch Schmerzen
• Erkältungskrankheit mit Schnupfen und/oder Husten
• kein adäquates Gerät
• Druckeinstellung nicht korrekt - zu hoher Druck bei CPAP-Gerät
• BiLevel ST Geräte: Triggerung und/oder Ein-/Ausatmung Verhältnis nicht passend
• fehlender erforderlicher Atemluftbefeuchter bei trockenen Schleimhäuten in der Nase
• Nase verstopft - Luft kann nicht frei durchströmen
• Gerät wird nicht durchgängig benutzt
• Maske oder Einstellung der Bänderung nicht passend
• Fehlende psychologische Betreuung / Einweisung bei der Geräte- Erstverordnung
• andere chronische Schlafstörungen (z.B. RLS, Narkolepsie, Epilepsie)
• Lungenerkrankungen, Atemmuskelschwäche